Die Brattigkommission am Brattigabend 2018 (von links): Ludwig Suter, Irmgard Büeler, Margrith Stocker, Benno Stocker, Dominik Thali und Beat Felder. | © 2018 Reto Bieri, Seetaler Bote

Für alle, die gerne spezielle Geschichten aus dem Seetal lesen, hatte das Warten dieser Tage endlich ein Ende: Die neue Seetaler Brattig ist erschienen. Im Mittelpunkt stehen Gärten.

 

«Als Erstes legte Gott einen Garten an.» So zitierte am Brattigabend vom Montag (22. Oktober 2018) im Restaurant Schützenmatt in Inwil. Chefredaktor Dominik Thali den englischen Philosophen Francis Bacon. «Heute weiss man, dass dieser Garten im Seetal lag», so Thali schmunzelnd. Untermalt wird diese «Tatsache» im Brattig-Kalendarium mit stimmigen Fotos von Seetaler Gärten,fotografiert von Brattig-Hausfotograf Josef Durrer.

Das Fokusthema der aktuellen Brattig inspirierte die Verantwortlichen, das neue Werk als Gärtner verkleidet zu präsentieren. Der Dank der Brattigkommission galt als erstes den anwesenden Autorinnen und Autoren. «Ihr habt Ideen in den Brattig-Garten gesät, nun könnt ihr ernten», sagte Thali, bevor alle Anwesenden das druckfrische Buch in Empfang nahmen. Ein spezieller Dank ging an Josef Christen, Inserateverkäufer für die Brattig und damit «versteckter Motor dieses Seetaler Kulturguts», sagte Robert Lehmann, Geschäftsführer der SWS Medien AG Print, Herausgeberin der Brattig.

 

Eine Fülle von Geschichten, reich illustriert

Herzstück jeder Brattig sind die interessanten Geschichten, gesammelt und verfasst von diversen Autorinnen und Autoren. Einige sind schon länger an Bord, andere haben zum ersten Mal in die Tasten gegriffen. Auffällig: Dieses Jahr sind besonders viele Perlen darunter. Folgende seien herausgepickt: Alois Grüter zum Beispiel erinnert sich, wie im Zweiten Weltkrieg eines Tages ein eleganter Bahnwagen beim Bahnhof Hochdorf stand. Kein Geringerer als General Guisan trat heraus und sorgte für einige Hektik. Der ehemalige Regierungsrat Anton Schwingruber wiederum erinnert sich in seinem Artikel an Begegnungen mit Seetalerinnen und Seetalern. Der bekannte Publizist Karl Lüönd schliesslich erzählt die Geschichte vom «Türken-Müller»; die unglaubliche Karriere des Jakob Müller aus Rain, der Anfang des 20. Jahrhunderts gesamtverantwortlich für die Orient-Eisenbahn war.

Josef Bucher beleuchtet die Geschichte der 550 Jahre alten Eschenbacher Dorfmühle. Hans Moos erzählt die bewegende Geschichte von Louise Mattmann, die im 19. Jahrhundert in Frankreich und darüber hinaus eine gefeierte Pianistin war. Robert Bossart schreibt über neue und alte Töffli-Fans.

Ein gewichtiger Teil der Brattig ist das Kalendarium. Es stammt von Pater Christian Lorenz. Die Seetaler Chronik gibt einen Überblick über das Geschehen im vergangenen Jahr, zusammengestellt von Manuela Mezzetta, Redaktorin beim «Seetaler Bote».

Speziell erwähnenswert sind die in diesem Jahr besonders gelungenen und zahlreichen Illustrationen von Ludwig Suter. Sie verleihen der 41. Ausgabe der Seetaler Brattig wie gewohnt das gewisse Etwas.

Reto Bieri, «Seetaler Bote»

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