Kleinod zwischen Seetal und Freiamt: das Schloss Horben

*Josef Elias Das väterlicherseits vorprogrammierte Ausflugsziel meiner Bubenjahre endete stets auf dem Horben. Dort gab es eine schöne Aussicht, Bauernbratwürste, ein Schlösschen und eine Kapelle. Die Reise begann mit der Fahrt im «Seetaler». In Baldegg stieg man aus, wanderte auf staubigen Feldwegen über Kleinwangen nach Lieli und kehrte beim dortigen Dorfwirt ein. Er hiess Peter, […]

Ein Redaktoren-Stosstrupp aus dem Seetal hatte das «Vaterland» im Griff

*Martin Merki Das Vaterland, von dem hier die Rede ist, bestand bis vor fünfzehn Jahren für die meisten Luzerner aus Papier, denn es war eine Zeitung. Da eingegangene Zeitungen noch rascher vergessen sind als verstorbene Mitmenschen, ist es wohl nötig, die 120-jährige Geschichte der Zeitung mit dem patriotischen Namen im politischen Blätterwald kurz zu erwähnen. […]

Eine Brattig für die Ausgewanderten – auswärtige Leserinnen und Leser

*Luzia Mattmann «Grüezi, chaufed si d Brattig?» Dieses Sprüchlein gehört zum Seetaler Herbst wie Bohnäpfel und Wasserbirnen. Wie das Hochstamm-Obst ist mittlerweile auch die Brattig ein Exportgut. Abnehmer finden sich in allen Landesteilen, das Interesse reicht von Deutschland bis nach Kanada. Es sind Seetaler, die etwas weiter vom Stamm wegrollten, aber alle dasselbe Kerngehäuse haben. […]

Glück und Unglück im Stall – von der schwarzen und weissen Magie und von den Bauernheiligen

*Hans Roth, Rain Mit den Terrorbriefen in den USA von 2001 ist Milzbrand (Anthrax) ins Rampenlicht gerückt. Diese Seuche existiert weltweit schon seit Menschengedenken, ist aber infolge wirksamer Bekämpfungs- und Behandlungsmöglichkeiten in den Industrieländern in Vergessenheit geraten. 1940 gab es in der Schweiz 127 Milzbrandfälle wovon 15 im Kanton Luzern. «Glück i Stall»! Auch heute wird er […]

Die Pest im Seetal

*Karl Baur Wir können uns heute kaum vorstellen, wie vielen Gefahren, Nöten und Heimsuchungen der mittelalterliche Mensch ausgesetzt war. Da waren die vielen Kriege und Hungersnöte und vor allem die immer wiederkehrenden Seuchenzüge, denen unzählige Menschen zum Opfer fielen. Wenn wir heute von Pest sprechen, denken wir aber weniger an die vielen, epidemisch auftretenden Krankheiten […]

Die Kapuziner im Seetal

*Emil Achermann Von allen katholischen Orden ist keiner im Seetal so verwurzelt wie jener der Kapuziner. Regelmässig kamen sie früher an den Vortagen der grossen kirchlichen Feste in unsere Pfarrhäuser: mit ihrem patriarchalischen, oft bis zur Brust hinabwallenden Bart, im rauhen, kastanienbraunen Habit mit langer, spitzer Kapuze, weissem Strickgürtel, mit Rosenkranz, die nackten Füsse in […]

Tabak made im Seetal

Josef Rüttimann, Aesch Schon vor mehr als zehn Jahren wurde in landwirtschaftlichen Zeitschriften und Zeitungen von drohenden Überproduktionen in der Landwirtschaft gewarnt. Die Befürchtungen sind wahr geworden: Die Milchmenge ist kontingentiert, der Zuckerrübenanbau ist eingeschränkt, ein «Fleischberg» steht im Schweizerland, Obst gibt es im Überfluss, für Stallbauten sind Spezialbewilligungen notwendig, bereits spricht man von einer […]

Mit «Fahrtwind» im Brattig-Rätsel gewonnen

Die Preisübergabe des Brattig-Rätsels konnte in diesem Jahr wieder persönlich stattfinden. Am 21. Juni fand sie im Ballwiler «Sternen» statt, wo einer der Gewinner wirtet: Heinz Forster. Neben ihm haben Gertrud Leu aus Hohenrain und Marlen Stocker aus Hämikon mit dem Lösungswort «Fahrtwind» richtig gerätselt. Die drei Knobler erhielten von der Brattig-Kommission je einen 100-Franken-Gutschein […]

Wie uns die Grossmutter kurierte

Autor/Autorin unbekannt Ich kann mich noch gut erinnern, im kleinen Kämmerlein hinter der Küche befand sich Grossmutters «Apotheke». Wohlverwahrt im abgeschlossenen Gänterli standen grosse und kleine Töpfe, Fläschchen und leinene Säckchen. Es waren da bewährte Hausmittel, aus Garten, Feld und Wald zusammengetragen, auf die die Grossmutter stolz war. Das war ihr Reich; sie verstand auch […]

Menschliches von der Seetalbahn

*Martin Bühlmann, Hochdorf Mancherorts wird über die Seetalbahn gelächelt. Sie brauche auch gar viel Zeit für die 46 Kilometer von Luzern nach Lenzburg und umgekehrt. Und sie halte fast bei jedem Haus, beim Trassee-Legen sei wegen jedem Miststock ein Ränkli gemacht worden, vor luuter Geschütteltwerden werde man in kurzer Zeit seekrank. Das stimmt ja ein […]